Die Geschichte der Astronomie, Teil 4

Bis zum antiken Griechenland (1/2)

Die Ursprünge der griechischen Kultur reichen bis ins 8. Jhr. Vor Christus zurück. Sie waren zu dem Zeitpunkt das Wissenschaftszentrum. Aus ihrer Kultur gingen eine Vielzahl an Philosophen hervor. Bis dato war die Astronomie so weit um kurzfristig Sonnen- oder Mondfinsternisse voraus zu berechnen. Um langfristiger Finsternisse voraus zu berechnen war die griechische Astronomie zu dem Zeitpunkt nicht so weit fortgeschritten genug um das hervorzusagen.

Denn es heißt, dass Thales um 600 v.Chr es gelang für einige Tage im Voraus eine Sonnenfinsternis zu berechnen. Möglicherweise hatte er auch Zugang zu ägyptischen oder babylonischen Dokumenten gehabt.
Ein Zeitgenosse von Thales war Pythagoras, der nach dem der Satz über das Hypothenusenquadrat im rechtwinkligen Dreieck bekannt ist. Er war es, der die These aufstellte, dass die Erde eine Kugel sei. Doch die Begründung war wohl eher philosophischer Natur: Die Erde müsse einfach eine Kugel sein, weil es die vollkommenste geometrische Figur darstellt.

In der Mitte des nächsten Jahrhunderts entdeckte Oinopides, dass die Erde auch um die Sonne kreisen müsse, mit einer Bahn die 23 Grad gegenüber den Polarstern geneigt wäre. Und das stimmt sehr zielsicher mit den etwa 23,5 Grad gegenüber dem Äquator.

Im Vierten Jahrhundert vor Christus gründete Alexander der Große auf einem seiner Feldzüge die Stadt Alexandria. Sie wuchs schnell zu einem heranblühenden Handelszentrum und zu einem Ort, welcher einen Treffpunkt für griechische und ägyptische Gelehrte. Das trug dazu bei, dass wenig später Alexandria die größte Bibliothek der damaligen Zeit inne hatte. Dort wurden auf Schriftrollen Unmengen an Wissen in der Antike niedergeschrieben.

Durch die Feldzüge von Alexander des Großen beeinflusste er und sein Lehrer Aristoteles weite Regionen bis nach Ägypten und in die andere Richtung weit in den Osten bis nach Persien. Das kam dem Kenntnisstand zugute. Doch einen entscheidenden Nachteil gab es. Aristoteles war der Meinung die praktische Arbeit Sklaven oder Handwerke, niedere Leute, zu lassen
Diese Verachtung und Niederträchtigung vermeintlich niederwertige Leute und Menschengruppen hat einen negativen Eindruck in Abdruck hinterlassen, welcher erst in der Renaissance verschwand.

Wiederum fast ein Jahrhundert später begann Aristarchos mit seiner Aufgabe. So wie Pythagoras zuvor wurde er auf Samos geboren, Nahe von den Städten Ephesos und Miletos welche heutzutage auf dem türkischen Festland liegen würden. Später zog er nach Alexandria um, um seine astronomischen Studien zu vertiefen, ergänzen und vervollständigen. Er entwickelte sechs Hypothesen die Entfernung vom Mond zu ermitteln versuchen. Hierbei bedient er sich ausschließlich des Phänomens der Mondfinsternis.

Er beobachtete und kannte den Winkel des Erdschattens und bestimmte ihn auf ein halbes Grad. Bei seiner Wanderung durch den Erdschatten während einer Mondfinsternis legt der Mond nach Aristarchos zwei Monddurchmesser zurück. Das bedeutet, dass die Entfernung Erde – Mond ein Drittel so lang sein muss wie der Kernschatten lang ist.
Durch seine Rechnerei zuvor, welche übrigens im Zweiten Teil näher durchleuchtet wird, wusste er, dass der Erdschatten etwa 230 Erdradien lang ist. Ein Drittel davon sind 72 Erdradien. Das war ein guter Annäherungswert. Diese und andere Berechnungen konnte er allerdings nicht zum Abschluss bringen, weil er nicht herauszufinden vermochte, wie groß ein Erdradius ist. Denn damit hätte er auch sämtliche andere Längen verrechnen können. Seine Werte sind für die damalige Zeit präzise genug um eine Richtung anzugeben. Trotz seiner Unkenntnis, welcher einfach daran lag, weil das Wissen nicht verfügbar war, und deshalb seine Berechnungen im Grunde wertlos machten ohne Einheiten, wird er mit dieser Kühnheit und Kombinationsgabe zu einer der großen Astronomen gezählt.

Im Dritten Jahrhundert vor Christus kam Eratosthenes von Kyrene nach Alexandria wiedermals und wurde Leiter der Bibliothek. Dieser versuchte den Erdumfang zu machen, in dem er über den Schatten zweier Stäbe zur Sommersonnenwende am Mittag. Diese waren auf einem Meridian und entfernten sich mit einigen hundert Kilometern: Einer stand in Alexandria und ein andere in Syene, da wo Eratosthenes den Wendekreis vermutete. Er beobachtete den Schatten in Syene und stellt fest, das dort der Stab keinen Schatten wirft. Doch in Alexandria wirft der Stab einen Schatten und den bestimmt der auf 7,5 Grad.
Daraus schließt er im Koordinatennetz der Erde 7,5 Breitengrad und diese Entfernung, Alexandria – Syene, bestimmte er auf 10 000 Stadien (Die Länge eines Sportstadions), wobei der genaue Wert dieser Einheit unbekannt ist. Man geht von etwa 80 Metern aus, wobei auch die Rede von bis zu 190 Metern ist. Bei 80 Metern kommt eine Zahl von 38400 Kilometern für den Erdumfang aus. Eine sehr genaue Bestimmung. Allerdings muss man sich fragen, ob die Maßeinheit nicht rückwirkend aus dem bekannten Erdumfang ermittelt wurde.

Das ist bloß eine Aneinanderreihung von Ereignissen der griechischen Geschichte in der Astronomie. Sicher ist die Geschichte, die Ereignisse die erfasst wurden nur stichprobenartig. Vieles werden wir noch herausfinden können, denn es gibt sicher noch eine ganze Menge, welche noch nicht erfasst wurde. In dem Punkt können wir uns auf die nächsten Jahre freuen bis wieder Entdeckungen gemacht werden.

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