Look Ma, No Hands! | Electron

Electron Orthographic.png
Sicht auf die Electron von Rocket Lab. Aus Wikipedia.

Wann? Am 19.08.2019 um 14:12 (MESZ)
Wer? Rocket Lab, Kommerzielle Aufträge diverser Unternehmen
Was? Versch. Payloads
Wie? Der 5te Satellit von einem System aus 6 Satelliten
Wo? LC-1, Mahia, Nordinsel, Neuseeland
Ziel? In den LEO/PEO (Pearl White: 450 km; BlackSky Global-4: 450 km, 98,7° dem Äquator geneigt)
Masse? Max. 210 kg
Kosten? Die Trägerrakete Electron: ca. 6,771 Mio. €
Satelliten? UNSEENLABS Cubesat, zur Überwachung auf See (BRO-1); BlackySky Global-4, für Satellitenbilder; 2 experimentelle Militärsatelliten (Pearl White).

„Look Ma, No Hands!“ ist die achte Mission von Rocket Lab und erledigt mit ihrem Start mehrere Aufträge.

Quellen: https://rocketlabusa.com https://de.wikipedia.org/wiki/Electron_(Rakete) https://de.wikipedia.org/wiki/Rocket_Lab.
https://www.rocketlabusa.com/electron/
https://www.nasaspaceflight.com/2019/08/rocket-lab-electron-flight-8-towards-first-stage-recovery/

Status: Mission erfolgreich!

Der Messier-Katalog

Nachdem der französische Astronom Charles Messier bereits rund 50 Kometen entdeckt hat, fand er auch immer wieder diffuse Lichtflächen, welche ihre Position behielten. Das bedeutete für ihn, dass diese Objekte außerhalb des Sonnensystems sein mussten. Er wollte aber keine Zeit bei der Kometensuche verschwenden, deshalb legte er einen Katalog für diffuse, neblige Objekte an.

Heute wie damals ist der Katalog von großer praktischer Bedeutung und oft orientiert man sich an dem Messier-Katalog. Es war zwar nicht der erste Katalog solcher Art, aber er ist weitgehendst fehlerfrei, bis auf M40 und M73. M40 ist der Winnecke-4-Doppelstern, und kein Nebel. M73 ist eine zufällige Häufung von Sternen. Auch ist man sich uneinig, ob M102 ein doppelter (Fehl-)Eintrag von M101 ist, oder ob es sich um ein eigenes Objekt handelt. Einige andere Helle Objekte hat er allerdings nicht katalogisiert.

Erstmals wurde der Katalog in 1771 veröffentlicht. Viele dieser erstmals 45 Objekten hat er selbst gefunden. Nach einer Empfehlung von Lalande arbeitete er mit Pierre Méchain zusammen, nach zwei weiteren Veröffentlichungen wuchs er auf 70 und im dritten auf 103 Objekte an.

In seinen Briefen und in seinem eigenen Katalog konnten weitere Objekte gefunden werden und so ist der Katalog auf 110 gewachsen.

Nachdem der französische Astronom Charles Messier bereits rund 50 Kometen entdeckt hat, fand er auch immer wieder diffuse Lichtflächen, welche ihre Position behielten. Das bedeutete für ihn, dass diese Objekte außerhalb des Sonnensystems sein mussten. Er wollte aber keine Zeit bei der Kometensuche verschwenden, deshalb legte er einen Katalog für diffuse, neblige Objekte an.

Heute wie damals ist der Katalog von großer praktischer Bedeutung und oft orientiert man sich an dem Messier-Katalog. Es war zwar nicht der erste Katalog solcher Art, aber er ist weitgehendst fehlerfrei, bis auf M40 und M73. M40 ist der Winnecke-4-Doppelstern, und kein Nebel. M73 ist eine zufällige Häufung von Sternen. Auch ist man sich uneinig, ob M102 ein doppelter (Fehl-)Eintrag von M101 ist, oder ob es sich um ein eigenes Objekt handelt. Einige andere Helle Objekte hat er allerdings nicht katalogisiert.

Erstmals wurde der Katalog in 1771 veröffentlicht. Viele dieser erstmals 45 Objekten hat er selbst gefunden. Nach einer Empfehlung von Lalande arbeitete er mit Pierre Méchain zusammen, nach zwei weiteren Veröffentlichungen wuchs er auf 70 und im dritten auf 103 Objekte an.

In seinen Briefen und in seinem eigenen Katalog konnten weitere Objekte gefunden werden und so ist der Katalog auf 110 gewachsen.

Bildtafel der Messierobjekte
Eine Liste aus Bildern vom Messier-Katalog
M1Krebsnebel
M2
M3
M4
M5
M6Schmetterlingshaufen
M7Ptolemäus’ Sternhaufen
M8Lagunennbel
M9
M10
M11Wildentenhaufen
M12
M13Herkulesnebel
M14
M15
M16Adlernebel
M17Omeganebel
M18
M19
M20Trifidnebel
M21
M22
M23
M24Sagittaris-Sternenwolke
M25
M26
M27Hantelnebel
M28
M29
M30
M31Andromedagalaxie
M32Andromeda-Begleitgalaxie
M33Dreiecksgalaxie
M34
M35
M36
M37
M38
M39
M40Winnecke 4
M41
M42Orionnebl
M43de Mairans-Nebel
M44Praespe
M45Pleiaden
M46
M47
M48
M49
M50
M51Whirlpoolgalaxie
M52
M53
M54
M55
M56
M57Ringnebel
M58
M59
M60
M61
M62
M63Sonnenblumengalaxie
M64Blackeye-Galaxie
M65
M66
M67
M68Pollenhaufen/Sandkornhaufen
M69
M70
M71
M72
M73Vierstern-Asterismus
M74
M75
M76Kleiner Hantelnebel
M77
M78
M79
M80
M81Bodenebel
M82Zigarren-Galaxie
M83südl. Feuerradgalaxie
M84
M85
M86
M87Virgo A-Galaxie
M88
M89
M90
M91
M92
M93
M94
M95
M96
M97Eulennebel
M98
M99
M100
M101Feuerradgalaxie
M102
M103
M104Sombrerogalaxie
M105
M106
M107
M108
M109
M110Andromeda-Begleitgalaxie

Atlas V 551 | AEHF 5

(Advanced Extremely High Frequency)

Wann? Am 08.08.2019 um 11:44 (MESZ)
Wer? Militär von der USA, GB, Kanada und die Niederlande
Was? Satellit für Militär-Kommunikation
Wie? Der 5te Satellit von einem System aus 6 Satelliten
Wo? SLC-41, Cape Canaveral AFS, Florida (USA)
Ziel? In den GTO (35 786km/1436min)
Masse? Etwa 6500 kg
Kosten? Die Trägerrakete Altlas V 551: ca. 136,5 Mio. €, der Satellit knapp eine Milliarden Euro
Satellitenbus? A2100 von Lockheed Martin

Das Netz soll 2020 fertig aus 6 Satelliten bestehen, da er ehemalige Vertrag verändert wurde, aber das TSAT-Programm aufgegeben wurde (welches auch Laserkommunikation konnte), wurden noch noch zwei weitere, mit AEHF 6 dann 3 weitere Satelliten bestellt.
Das Netz soll sicher vor Störfällen durch weitere Antennen geschützt sein. So soll eine stabile, große Kommunikation für Luft-, Land- und Seestreitkräfte gewährleistet sein.

ULA Live Podcast

Quellen:
https://www.nextspaceflight.com/launches/details/387
https://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Extremely_High_Frequency_System
https://www.spaceflightnow.com/atlas/av031/
https://www.nasaspaceflight.com/2019/08/atlas-v-aehf-5-launch-cape-canaveral/

Status: Bisher Erfolg

Klimawandel – Eine reale Gefahr? Teil 10

Eine Studie besagt, welche ihre Daten von Satellitenbildern und Aufzeichnungen bezieht, dass durch den anthropogenen Klimawandel, wird die Region um Himalaya bis zu 1,5 °Celsius wärmer als in der vorindustriellen Zeit, schmelzen im Himalaya jedes Jahr 7,5 Milliarden Tonnen Gletschereis. Damit werden die Gletscher immer niedriger von der Höhe.
Die Konsequenzen daraus sind, dass die Existenzgrundlage von rund anderthalb Milliarden Menschen bedroht wird.

News – Gletscherschwund in Himalaya und Hindukusch doppelt so schnell

Vor 6 Wochen bereits kam eine neue Studie heraus, die alarmierend um die Welt ging. Zumindest so alarmierend, dass davon fast jeder das mitbekommen hat. Oder?

Die Gletscher im Himalaya und Hindukusch, der bergigen Region in Südasien schmelzen seit 2000 bis 2016 im Mittel doppelt so schnell, wie im Jahrhundert zuvor. Sie gehen noch sogar noch weiter und fanden heraus, dass mehr als ein Viertel der Eismasse in den letzten Dekaden geschmolzen ist und nicht mehr dazu kam. Warum von diesem Gletscherschmelzen eine Zukunft von 1 500 000 000 Menschen abhängt, erfahren wir in diesem Beitrag.

Zuerst etwas über die Studie selbst. Das Vierer-Team, geleitet von Joshua Maurer verwendeten für ihre Studie die Satelliten Bilder vom US-Spionagesatellit KH-9 Hexagon aus 1975 und neuen Satellitenbildern bis 2016. Daraus gewannen sie für vier Dekaden eine detailreiche Aufzeichnungen über die Jahresmitteltemperatur, klimatische Bedingungen und den Gletscherschwund und vermutlich noch weiteres für die 2000km lange Bergkette. (Im Bereich von Spiti nach Bhutan geht es bei der Studie.)
Die Analyse zeigt jetzt, dass 7,5 Milliarden Tonnen Eis verloren gehen (Bei einer angenommenen Dichte von 0,85 g/cm³ und durchschnittlich im Zeitraum von 2000 und 2016), die nicht ersetzt werden. Und das jedes Jahr. Sie analysierten 650 große Gletscher und verglichen die Zeit vor 2000 mit der Zeit nach 2000, in der sie aufgezeichnete Daten haben. Durchschnittlich ist die Höhe der Gletscher jedes Jahr um ca. 22 Zentimeter pro Jahr von 1975 bis 2000 zurückgegangen und von 2000 bis 2016 durchschnittlich um 43 Zentimeter pro Jahr abwärts. Von 1975 bis 2016 seien so 204,4 ± 97,3 Milliarden Tonnen Eis geschmolzen (!). So sollen etwa 700 Milliarden Tonnen Gletschereis 1975 in diesen Gletschern sein, so blieben 2000 nur noch 87% und 2016 72% der Eismasse von 1975 übrig.
Bei früheren Studien war man sich noch nicht sicher, ob womöglich die komplexen Wettereinflüsse in Südasien für die Erklärung reichen könnten. Doch mit dieser Studie kann man sich diesen gewaltigen Gletscherschwund nicht alleine mit dem Wetter erklären. Man darf und soll davon ausgehen, dass hier eindeutig der anthropogene Klimawandel, der menschengemachte Klimawandel, am Werk ist.

Das bedeutet, dass die umliegende Flüsse mehr Wasser transportieren und auch eventuell unregelmäßig viel. Wenn mehr abschmilzt, werden die Flüsse versiegen. Doch sind die Flüsse wichtig für die Industrie, besonders in Indien und Bangladesch. Aber nicht nur da. Trinkwasser u beschaffen wird plötzlich teurer. Lebensmittel wie Reis und Fisch, was grundlegende Nahrungsmittel sind, wird unmöglich zu finden. Auch wandelt sich dadurch das Wetter. Dadurch, dass mehr schmilzt, kann auch mehr verdunsten und der Monsun wird stärker werden. Unwetter wird es öfters geben. Die Menschen rund um die Region würden ihre Grundlage verlieren. Sie würden in Armut verfallen, weil keine Industrie mehr möglich ist, denn sie hängt von Flüssen ab, welche u.a. die Maschinen kühlen und Arbeitsplätze schaffen. Demnach sind laut Schätzungen von der Studie und anderen, die diese Studie aufgefasst haben, bedrohen ungefähr 1,5 Milliarden Menschen.

Kurzfassung:
Eine Studie besagt, welche ihre Daten von Satellitenbildern und Aufzeichnungen bezieht, dass durch den anthropogenen Klimawandel, wird die Region um Himalaya bis zu 1,5 °Celsius wärmer als in der vorindustriellen Zeit, schmelzen im Himalaya jedes Jahr 7,5 Milliarden Tonnen Gletschereis. Damit werden die Gletscher immer niedriger von der Höhe.
Die Konsequenzen daraus sind, dass die Existenzgrundlage von rund anderthalb Milliarden Menschen bedroht wird.

Heute gibt es sogar Quellen dazu, wobei ich eigentlich keine Zeit habe, die Quellen herauszusuchen. Wikipedia ist aber meistens mein erster Anlaufspunkt.

Die Studie: (Als PDF) https://advances.sciencemag.org/content/advances/5/6/eaav7266.full.pdf
Sonstige: https://www.klimareporter.de/erdsystem/das-dach-der-welt-schmilzt
https://www.theguardian.com/environment/2019/jun/19/himalayan-glacier-melting-doubled-since-2000-scientists-reveal
https://edition.cnn.com/2019/06/19/world/himalayan-glaciers-melting-climate-change-scn-intl/index.html

Die Geschichte der Astronomie, Teil 10

Umschwung der Zeit

Gegen Ende der Antike wurde die römische und griechische Technologie besser als angenommen. 1900 haben Schwammtaucher vor der Küste Antikythera eine untergegangene griechische Galeere entdeckt. Der Fund von dem Schiff war gigantischer Fund. Noch spektakulärer war ein rätselhaftes Mechanismus, von welchem leider nur noch Fragmente erhalten sind. Der Mechanismus kommt aus 73 v. Chr.
Es ist vermutlich ein astronomisches Gerät. Eine Art Uhr und Astrolabium in einem. Doch zeigte er auch noch die Eklipsen an. Es ist also wahrscheinlich eine Weiterentwicklung.

Mit dem Untergang des weströmischen Reiches durch Unruhen und germanische Kreuzzüge läutete langsam in Europa eine neue Epoche ein. Vieles wurde gewandelt. Das Wissen der Antike ging mit den Unruhen und Schlachten verloren. Auch weil sich niemand mehr um das Wissen in Europa kümmerte.
Doch das Wissen ging nicht verloren. Arabische Gelehrte erreichten das Wissen über Verbindungen nach Byzanz, die das Wissen aufgehoben haben. Auch aus Alexandria, Athen und den Rest aus Griechenland gelang das Wissen in den Orient. Dort wurde es weiter gepflegt und neue Entdeckungen und Fortschritte machten sich bemerkbar.

Der Untergang des Weströmischen Reiches wird meistens mit 476 benannt. In dem Jahr griff Odoaker, ein weströmischen Offizier germanischer Herkunft. Nach dem Umsturz kam der Christentum trotzdem nicht zu kurz. Er wurde bereits im römischen Reich eingeführt und ist in der Gesellschaft bereits angekommen. Doch die Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung stürzte im freien Fall. Von Germanenstämmen aus dem Norden und Osten bezeichneten die Römer als Barbaren und griffen sie an. Und wurden durch katastrophale Umstände besiegt. Die Gesellschaft wurde zur Agrar- und Feudalgesellschaft. Das gehütete, zu schätzen gewusste Wissen waren in einer oder zwei Generationen verloren oder verloren.

Dem Oströmischen, danach dem byzantinischen Reich (als Hauptstadt Konstantinopel), welches 395 durch die Reichsteilung entstand, existierte weiterhin. Teile der zerstörten Bibliothek von Alexandria wurde ins Byzantinische Reich gebracht, teilweise noch original von den Griechen. Vieles ging auch in den Orient und nach Zentralasien, wo arabische gelehrte das Wissen aus vergangener Zeit schätzten. Sie alle benutzten es für ihre Forschungen und Werke wie den Almagest für den Gebrauch.

In den nächsten Jahrhunderten wuchsen die gewonnenen Kenntnisse nur langsam an. Unter der normalen Bevölkerung aber, ist alles vergessen. Die Kurve der Beschleunigung des Wissens geht nur langsam nach oben. Denn es dauerte noch 300 Jahre bis in Spanien, Toledo und Cordoba, eine Wissenschaftshochburg entsteht.

In der Zeit dazwischen stellt Aryabhata, ein indischer Astronom seine Thesen auf, dass die Erde rotiert und die griechischen Berechnungen präzisiert. 125 Jahre danach entsteht der Islam mit seiner neuen Zeitrechnung. Nur eine Generation später wird Alexandria arabisch. Nach weiteren 125 Jahren wird Spanien arabisch und kurz darauf setzten auch Wissenschaftler nach Spanien, Andalusien, rüber. Jetzt wird in Spanien die Wissenschaft stark. So wurde z.B. ein Astrolabium um das Jahr 830 gefunden. Jetzt wuchs eine Generation von Wissenschaftlern heran. 850 al-Battani und 903 Abd ar-Rahman as-Surfi. Allerdings muss man auch sagen, dass wir heute über die Erkenntnisse aus dieser Zeit nicht all zu viel wussten.

Die Araber begannen Mitte des 7ten Jahrhunderts auch ihre Expansion. 750 beherrschten sie bereits den ganzen nahen Osten. Sie gelangten sogar nach Persien und rüber nach Indien und Zentralasien. Im Westen an der Mittelmeerküste entlang, von Ägypten bis nach Marokko. Im Jahre 771 betraten dann auch die islamischen Truppen Andalusien. Früher gehörte Andalusien auch zum Imperium Romanum. Scipio Arficanus erboerte es für Rom. Trajan und Hadrian kamen aus der „Baetica“, wie die Römer es nannten. Andalusien oder Baetica erblühte unter dem römischen Reich. Doch dann fielen die Vandalen und die Goten ein. Als die Araber dann 771 dort landeten, waren die Spuren der Römer.

Die Araber machten wohl erst im 9ten Jahrhundert Errungenschaften. Sie bauten eigene Astrolabien. Sie werden u.a. zur Vermessung am Himmel verwendet. Das gefundene Exemplar stammt aus Damaskus. Sie sind aus zwei oder mehr Metallscheiben mit kalibrierten Zeit- und Winkelskalen. Sie ließen sich unabhängig voneinander drehen. Darüber eine Scheibe mit einen Netz der Positionen von wichtigen Fixsternen. Auch die Ekliptik wurde eingetragen. Als besseres Gerät für die Astrometrie erweist sich 900 Jahre später der Sextant.

Auch in der Mathematik machten sie Fortschritte. So erfanden sie durch eine Idee aus Indien die Null und entwickelten jenes Zahlensystem, welches wir heute nutzen. Das Dezimalsystem. So konnte man besser multiplizieren und dividieren als mit lateinischen Zahlen. Dann führten sie später noch die Algebra ein, mit der man besser Gleichungen mit einer Unbekannten Zahl löst. Das erleichterte enorm viele mathematische Berechnungen.

Asteroiden, Planetoiden, Meteore und Meteoriten

Verwirrend in der Astronomie, die Kunde des nächtlichen Himmels, ist immer die begrifflichen Unterschiede von diesen kleinen Objekten. Teilweise ist es echt so, dass die Grenzen zwischen den Begriffen schwimmend sind.

Fangen wir mit den Asteroiden, Planetoiden, Kometen und Zwergplaneten an:
Die Grenze von den kleinen unregelmäßigen Objekten bis nach oben hin zu den Planeten ist teilweise recht schwammig. Auch sind viele Asteroiden auch gerne mal Planetoiden. Aber auch Kometen sind dabei. Doch Kometen sind anders.
Kometen kennen die Menschen schon über die Antike hinaus. Oft hat man von dem jenen einen großen Kometen gehört, der alle Menschenleben wiederkehrt. Der Halleysche Komet – benannt nach Edmund Halley, der der seine Flugbahn berechnete – wurde vermutlich überdurchschnittlich oft gesehen. Doch Kometen kommen vielleicht auch nur einmal: Der Komet ISON von 2016 zum Beispiel verging 1,6 Millionen Kilometer nah an der Sonne und löste sich auf.
Dann gibt es langperiodische Kometen wie der McNaught, PanSTARRS-Komet, oder Hale-Bopp und Halleyscher Komet sind langperiodisch. Sie tauchen oft nach Jahrhunderten oder Jahrtausenden wieder auf und kommen aus der Oortschen Wolke, welche Jan Oort zuerst postulierte. Eine unregelmäßige Kugel aus Kometen, die bis zu 1 Lichtjahr von der Sonne entfernt ist.
Es gibt im Gegenzug auch kurzperiodische Kometen, welche u.a. aber durch die Gravitation von Jupiter oder Saturn die Bahn gewechselt haben. Ein Beispiel für kurzperiodische Kometen ist 46P Wirtanen, der Anfang dieses Jahres an uns vorbeizog.
Ein Komet ist also ein eher kleineres Objekt und bestückt mit einem markantem Schweif und bestehen aus viel Eis und Gestein, aber sein Kern ist viel dunkler als sein Schweif.

Asteroiden sind unregelmäßige Gesteinsbrocken aus Silikaten und etwas Metall oder Eis. Sie sind kleiner als Planetoiden, welche schon eine rundlichere Form annehmen. Die Planetoiden sind die bekannten großen Asteroiden. Aber auch Asteroiden werden gerne Planetoiden genannt sowie Zwergplaneten auch gerne Planetoiden sind. Zwergplaneten sind große Objekte, welche eindeutig rund und schwer sind, aber ungenügend für einen Planeten. Außerdem liegen Planeten in der Ekliptik. Asteroiden als Beispiel sind: Ryugu, Haraldlesch oder Scottmanley. Planetoiden sind Vesta, Pallas, Juno, Astraea oder Psyche, aber auch . Zwergplaneten sind: Pluto, Eris, Ceres, Makemake, Sedna, Orcus, Varuna und Quaoar.

Ein Meteor ist eine Sternschnuppe, also ein steingroßer Brocken aus dem Sonnensystem, welcher in der Atmosphäre, durch den hohen Druck und Hitze wenn man mit großen Geschwindigkeiten durch die Atmosphäre fliegt, verglüht. Beim Verglühen ionisieren sie die Luftteilchen und es kommt zum Rekombinationsleuchten. Bevor die Meteore die Atmosphäre betreten, sind sie Meteoroiden, also noch kleiner als Asteroiden, so groß wie ein Auto oder ein Busch, aber auch so groß wie ein Kieselstein. Aber ein Meteorit ist ein Überbleibsel von herunterkommenden Meteore.
Große Meteore nennt man auch Boliden oder Superboliden, umgangssprachlich: Feuerkugeln.

Was sind Bok-Globulen?

War jetzt eine Weile wieder wärmer und ich habe zwei Tage nebeneinander, bei denen ich meist keine Zeit finde zu schreiben.

Zerlegen wir doch erstmal das Wort. Globulen sind Kugeln und Bok? Bok war ein niederländischer Astronom.
Bart Jan Bok hat sie auch erforscht. Daher nannte man die „Globulen“ wie er sie nannte, Bok-Globulen. Er wurde 1906 am 28. April in Hoorn geboren (Niederlande). Sein Vater war ein Militarist und seine Frau eine Adlige, wobei in dieser Zeit Adlige nicht mehr so hoch in der Gesellschaft stehen. Also wurde er in reiche Verhältnisse geboren. Nach dem Gymnasium studierte er ab 1924 an der Universität in Leiden. Einer seiner Studienkollegen war auch der bekannte Planetenforscher Gerard P. Kuiper, welcher den Kuipergürtel, einen transneptunischen Planetoidengürtel, vorhersagte.
1929 heiratete er einer seiner Studienkolleginnen Priscilla Fairfield, mit der ihr zwei Kinder gebar. 1933 promovierte er mit einer Dissertation über den Emissionsnebel von Eta Carinae zum Doktor der Philosophie an der Universität Groningen. Im selben Jahr lud ihn Harlow Shapley als „Assistant Professor“ zur Harvard-Universität in Cambridge (USA) ein. 1938 erhielt Bok die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ein Jahr darauf wurde er zum „Associate Professor“ berufen. 1947 bis 1957 war er Professor und stellvertretender Direktor des „Harvard College Observtory“ gewesen. Durch einen Zwist und Ärgereien verließ er 1957 und wurde Professor an der „Australian National University“. Er leitete dort das „Department of Astronomy“. Und verbunden damit Direktor des Mt. Stromlo Observatoriums. 1966 kehrte schließlich Bok in die USA zurück. Dort widmete er sich weiter der Astronomie und wurde in den frühen 70ern Vize-Präsident der IAU und 1972 bis 1974 Präsident der AAS.

Hellere und dunklere Flecken im Band der Milchstraße
http://www.astrophoton.com/images/milky_way_2014-03-07_big.jpg

Wenn heiße Sterne in einer Gas- und Staubwolke durch den Sonnenwind und der und der ausgesendeten Wärme die von dem heißen, jungen Stern ausgestrahlt wird, leuchtet, dann sieht man sie bei einer klaren Nacht fernab von störender Lichtverschmutzung sie als helle Flecken im Band der Milchstraße. Sie erscheinen durch die Bestandsteile und der Sterne, die sogenannten Reflexionsnebel, meist bläulich. Sie sind bis zu 1000mal dichter als das interstellare Medium.
Andererseits wird durch intensive UV-Strahlung der heißen, jungen Sterne vom Spektraltyp O das Wasserstoffgas zum Leuchten angeregt. So ähnlich wie bei einer Leuchtstoffröhre. Dabei erhitzen sich die Gase auf 10 Tausend Kelvin und das Gas wird ionisiert (Ionisiertes Gas). Und das bis zu 400 Lichtjahre weit. B0-Sterne schaffen das immerhin noch 80 Lichtjahre weit. Es kommt also dadurch zum Rekombinationsleuchten, wobei der Wasserstoff eine rötliche Färbung einnimmt (H-Alpha-Balmerlinie). Man bezeichnet solche glühende Nebel auch als Emissionsnebel.
Diese Nebel bezeichnet man als H II-Sternentstehungsgebiete und die H I sind die kalten, neutralen Wasserstoffwolken. (Das H steht für Hydrogenium = Wasserstoff). Reflexionsnebel und Emissionsnebel kommen also meist gemeinsam vor.

Der Orionnebel M42, ein Reflexions- und Emissionsnebel
https://hubblesite.org/uploads/image_file/image_attachment/30311/STScI-gallery-0601a-2000×960.png

Der Wasserstoff sendet Radiostrahlung in 1420 MHz (oder 21 cm). Typischerweise sind die Nebel einige Dutzend oder hundert Lichtjahre m Durchmesser groß. In den H I sind beispielsweise Wasserstoff mit 90%, Sauerstoff, Methan, Wasser und Helium machen den großen Rest aus. Aber auch Hydroxyl, Cyan, Ammoniak, Blausäure, aber auch sowas wie Ethanol, Methanol und Methylvinylether.
Insgesamt sind es maximal bis zu 200 verschiedene Moleküle gefunden worden – mit den Radiosignalen in der Frequenz.

Aber auch verweilt der interstellare Staub in dunklen Wolken. Das sind dunkle Stellen im Band der Milchstraße, denn diese dunklen Wolken, genannt Dunkelwolken (Ja, wir Astronomen und Astrophysiker sind besonders fantasielos – außer ich), verdunkeln das Licht der Sterne immens und es gibt kaum Sterne die davor stehen. Die ganzen Dunkelwolken verdunkeln ein Drittel des Lichts aller Sterne im den Band. Wunderbar verdunkeln sie alles. Gerade verdunkelt eine Wolke Sagittarius A*, das zentrale schwarze Loch bei uns. Doch im Infrarot bei 2,2 µm sieht man frei und nur 10% Abdunklung.

Der Pferdekopfnebel (B 33) im Infrarot
https://hubblesite.org/uploads/image_file/image_attachment/30325/STScI-gallery-1312a-2000×960.png

Also – Die Bok-Globulen sind dunkle, kugelrunde Flecken (u.a. in Reflexion/Emissionsnebeln), in denen Sterne entstehen. Die heißen, hellen Dinger sind die H II-Gebiete und die neutralen, dichten Wolken sind die H I-Gebiete. Beispiele sind:

H II-Gebiete
(Reflexion/Emission)
H I-Gebiete (Kühle,
dichte Wolken)
Dunkelwolken
Rosettennebel
Orionnebel
Adlernebel
Dunkle Bänder in der Milchstraße Kohlensack

50 Jahre Mondlandung

Nach 50 Jahren wiedererzählt!

… Und damit Punktlandung.
Um 22:17:40 setzte die Apollo 11 Landefähre auf der Oberfläche auf. Probleme mit der Landung gab es auch: Einige Minuten zuvor gab es eine geringe Kursabweichung, dadurch lag der Punkt auf der Oberfläche mit der Landung 4,5 km daneben. So brauchten sie extra Treibstoff. 20 Sekunden munkelt man, und sie hätten abgebrochen – durch falsche Treibstoffanzeigen! Wie sich herausgestellt hat, hätten die Ressourcen fast doppelt solange gereicht, aber dadurch dass es im Tank herumschwappte, konnte man das nicht gut berechnen.

Wohlauf aufgekommen, hat dann Buzz 18 Sekunden später gesagt: “The Eagle has landed!”

Es würde noch 5 Stunden und 45 Minuten dauern, dass sie sich nach draußen begeben, wegen Vorbereitungen und Pause. Auf Wunsch der Astronauten hat man das auf 4 Stunden 55 Minuten gekürzt und die Vorbereitungen dauerten dann doch nur 3 Stunden.

Um 04:56 am nächsten Tag würden die sich dann nach draußen begeben. Dazu mehr um 03:30!

Livestream von der NASA