Die Geschichte der Astronomie, Teil 16

Die Sieben Thesen von Kopernikus

Der Beitrag der Serie “Eine Ecke Weiter” vom 26.09 wird aufgrund einer Kooperations-Arbeit nicht in den nächsten Tagen kommen, dass wird wohl noch etwas länger brauchen.

Kopernikus stellte sieben Thesen in seiner Abhandlung auf, von denen die meisten zu seiner Zeit als ketzerisch galten. Die Thesen konnte er nicht beweisen oder belegen, doch er nahm dies an, weil es einfacher zu erklären und zu berechnen war. Seine Thesen gingen um ein Weltbild, welches zuvor auch bei den Griechen vermutet war. Es geht um das heliozentrische Weltbild. Etwa ab dieser Zeit war der Wissensstand in Mitteleuropa fast wieder wie in der Antike, jedoch galten in der Kirche seine „Fantasien“ als Hirngespinst und wurden nicht besonders ernst genommen. Bald werden es aber viele andere auf ähnliche Weisen versuchen und das Vertrauen in die Kirche wurde geschwächt, der dreißigjährige Krieg ein Jahrhundert später wird die Macht der Kirche gewaltig reduziert.

Die Himmelskreise oder -sphären haben kein gemeinsames Zentrum.

Ptolemäus führte schon „Ausgleichskreise“ ein, um die Bewegungen der Planeten genauer zu beschreiben. Im Ptolemäus seinen System kreisen sie um verschiedene Zentren.

Der Mittelpunkt der Erde ist nicht das Zentrum des Universums, sondern nur das Zentrum der Schwerkraft und der Mondumlaufbahn.

Dieser revolutionäre Gedanke war wohl schwer zu ertragen für die Kirche. Die These entspricht auch schon recht gut der Wirklichkeit. Die Erde behielt eine weiterhin zentrale Rolle insofern, das sie die Mondumlaufbahn bestimmt und scheinbar auch das Zentrum für die Schwerkraft, er hatte kein Grund zur Annahme, dass es dies Kraft wo anders auch gibt. Dazu kommen wir noch bei Kepler und Newton zurück.

Alle Sphären drehen sich um die Sonne, so dass das Zentrum der Welt in der Nähe der Sonne liegt.

Kopernikus bevorzugte dieses System, weil das geozentrische System komplizierter zu berechnen ist. Auch war die Sonne offensichtlich größer als die Erde und die anderen Planeten.

Die Entfernung der Erde zur Sonne ist unbedeutend im Vergleich zur Höhe der Sterne am Firmament.

Kopernikus wusste, dass die Sonne um einiges näher war, als die Sterne, jedoch konnte man die Distanz tatsächlich erst einige Dutzende Jahrzehnte später erst feststellen.

Die scheinbaren Bewegungen am Firmament sind nicht seine eigenen, sondern die der Erde. Die Erde dreht sich täglich um ihre Pole, während das Firmament als höchster Himmel unbeweglich ist.

Das zeigt das Verständnis zur Bewegung des Firmaments, welches in Wahrheit die Erde ist.

Die scheinbare Bewegungen der Sonne ist nicht ihr eigene, sondern die Bewegung der Erde und ihre äußeren Sphären. Die Erde kreist wie jeder andere Planet um die Sonne.

Die Erde bewegt sich in drei Formen: Rotation, Revolution und Präzession, die scheinbare Bewegung der Sonne besteht nach Kopernikus aus zwei Bewegungen: Die Erdrotation und die Erdrevolution.

Die scheinbare retrograde und prograde Bewegung der Planeten ist nicht ihre eigene Bewegung, sondern die der Erde. Die Erdbewegung allein liefert ausreichende Erklärung für die Schleifenbahnen der Planeten.

Kopernikus belegte das mit einer Zeichnung der Erdbahn und einer anderen Planetenbahn dar und konnte damit leicht mit einem heliozentrischen Weltbild eine Erklärung bieten.

Beim nächsten Mal gibt es ein Quickie außerhalb dieser ca. 10-Tage-Phase dieser Serie.

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