Eklipsen

Das ist die letzte “Auskopplung” zum Thema Mond, in wenigen Tagen wird der gesamte Beitrag heraus kommen.

Was ist eine Eklipse? Eine Eklipse ist eine Finsternis. Was hat das mit dem Mond zu tun? Der Mond erzeugt für uns Erdenbewohner beide Eklipsen, wobei es bei beiden verschiedene Arten gibt. Bei beiden unterscheidet man grob in partiell und total. Partiell bedeutet nicht vollständig, aber total bedeutet das.

Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond von der Sonne aus hinter der Erde steht. Deshalb kann sie auch nur bei Vollmond auftreten. Man kann sie also auf der Nachtseite sehen und dauert im Maximum 3 Stunden und 40 Minuten.

Es gibt folgende Arten:

  • Die totale Mondfinsternis ist, wenn der Mond während einer Mondfinsternis komplett in den Erdschatten. Die Totalität hält maximal 106 Minuten an. Die Geometrie dahinter: Weil die Erde als voluminöses Objekt einen Schatten wirft, die im Schatten die Sonne verdunkelt, der kegelförmig ist und 1,4 Millionen Kilometer in den Raum ragt, entsteht eine Mondfinsternis.
    Jetzt ist es aber so, dass die Erde eine Atmosphäre besitzt. Diese streut das Licht enorm, schon ab ¼ Million Kilometer hört so der Schatten auf. Der Mond hat also diese rötliche Farbe durch das gestreute Licht aus der Atmosphäre. Die Erdatmosphäre streut eben rotanteiliges Licht stärker als blauanteiliges Licht.
  • Die partielle Mondfinsternis ist, wenn der Mond nicht komplett in die (Umbra), in den Erdschatten einfährt. So bleibt ein gewisser Teil während der kompletten Mondfinsternis auch außerhalb des Erdschattens.
  • Die Halbschattenfinternis ist, wenn der Mond gerade mal in den Halbschatten (Penumbra) eintaucht und kurz darauf wieder verschwindet. Bei einer solchen Finsternis streift der Mond bloß den Erdschatten. Tatsächlich ist diese Mondfinsternis sehr unscheinbar und unspektakulär, eine Ecke des Mondes wird lediglich grauer.
Eine (gerade) partielle Mondfinsternis
Bildquelle: https://www.bz-berlin.de/panorama/mondfinsternis-montag-wann-und-wo-ist-der-blutmond-in-der-nacht-zu-sehen

Logischerweise ist während einer Mondfinsternis auf dem Mond eine totale Sonnenfinsternis, allerdings verdeckt die Erde mehr als nur komplett die Sonne.

Die Zeichnung ist wieder meine. Ich habe mich ein wenig in 3D versucht. Aber das Bild wirkt finde ich erklärend.

Wenn kurz vor einer Mondfinsternis z.B. ein globaler Vulkanausbruch stattfindet sehen die Mondfinsternisse sehr dunkel aus. Nach einigen Monaten oder Jahren, wenn dann die Atmosphäre wieder rein ist, sieht man wieder den charakteristischen Kupferrot-Ton.

Auch ist der Mond tatsächlich während einer Mondfinsternis rot/dunkelrot, da der Mond durch das Licht der Atmosphäre in dem Fall angestrahlt wird.

Eine Sonnenfinsternis, außen herum sieht man gut die Korona der Sonne.
Bildquelle: https://www.neuepresse.de/Nachrichten/Wissen/Sonnenfinsternis-am-2.-Juli-2019-im-Livestream-So-sind-Sie-live-dabei

Der Erdschatten hat auf der Höhe der Mondumlaufbahn etwa eine Breite von 2,63 Monddurchmesser (Kernschatten) und 4,65 Monddurchmesser der komplette Erdschatten.

Sonnenfinsternis

Bei einer Sonnenfinsternis kommt der Mond genau zwischen die Sonne und die Erde. Eine Sonnenfinsternis kann dementsprechend nur bei Neumond sein. Die Sonnenfinsternis kann leider nur aus einem schmalen Streifen, der um die Erde führt tagsüber beobachtet werden. Deshalb kann man am Tag der Sonnenfinsternis auch nichts sehen, während man einige Tausend Kilometer weiter die Sonnenfinsternis zu sehen ist.

So gibt es wieder drei verschiedene Arten:

  • Bei einer totalen Sonnenfinsternis trifft der Schatten vom Mond direkt auf die Erde und im Verlauf einer Sonnenfinsternis bildet sich so ein Streifen von wo aus man überall in dieser Totalitätszone drin ist. Dieser Streifen ist meistens nur um die 100 km breit. Allerdings gibt es eine riesige Fläche in der man die Sonnenfinsternis partiell sieht.
  • Bei einer partiellen Finsternis liegt der Mondschatten nicht auf der Erde und somit kann man sie nur partiell sehen.
  • Bei einer ringförmigen Finsternis ist der Mond zu weit entfernt, als das der Kernschatten des Mondes auf die Erde trifft. stattdessen gibt der Mond auf der Höhe der Erde dann eine Antumbra wieder.

Jetzt kommt wieder meine Zeichnung: Das obere zeigt eine totale, das untere eine ringförmige Finsternis.

Tabellen und Häufigkeit

Letztes Jahrhundert fanden 228 (Durchschnitt: 238) Sonnenfinsternisse und 228 Mondfinsternisse statt. Tatsächlich ist es so, dass die allgemeine Wahrscheinlichkeit zu einer Sonnenfinsternis höher ist, als eine Mondfinsternis.

Die Wahrscheinlichkeit 5 Sonnenfinsternisse oder Mondfinsternisse in einem Jahr zu haben gibt es in diesem Jahrhundert allerdings nicht.

Dieses Jahrhundert gibt es folgende Arten von Sonnenfinsternisse:

Eine hybride Sonnenfinsternis

Hybrid: Wenn der Mond gerade die perfekte Entfernung zwischen ringf. und total hat. Wegen der Kugelform der Erde sind manche Stellen also weniger weit weg als andere und diese nahen Stellen sind dann total und die fernen ringförmig.
nicht zentral: Wenn der Mondschatten die Erde knapp verfehlt, sodass die Sonnenfinsternis nur noch sehr gering total oder dauerhaft partiell ist.

Die längste totale Sonnenfinsternis dieses Jahrhundert war am 22.07.2009 und die Totalität ging maximal 6 Minuten und 39 Sekunden. Die längste ringf. war am 15.01.2010 und dauerte 11 Minuten und 8 Sekunden. Die längste Totalitätsphase einer Hybriden Sonnenfinsternis war am 03.11.2013 und ging 1 Minute und 40 Sekunden maximal.

Die verschiedenen Arten der Mondfinsternisse im 21. Jahrhundert:

Die drei in Klammern verrät uns, dass es dieses Jhr. 3 Mondfinsternisse gibt, die sowohl im Kernschatten, Halbschatten und nicht im Schatten sind.

Diese zwei Tabellen sagen uns, wann wir bei uns wieder eine Eklipse haben.

Dadurch, dass eine Mondfinsternis viel großflächiger ist, erzielt es den psychologischen Effekt, das man meine, als ob Mondfinsternisse häufiger wären.

Die Zukunft der Eklipsen

Glücklicherweise existiert die Menschheit gerade zu dieser Epoche der Erdgeschichte, denn wie wir erfahren oder noch erfahren werden, entfernt sich der Mond allmählich von der Erde. Ist der Mond in einigen Millionen Jahren zu weit weg, werden solche Eklipsen unmöglich, weil der Erdschatten auf der Höhe der zukünftigen Mondbahn womöglich zu klein ist um etwas zu sehen zu können, oder bei einer Sonnenfinsternis bleibt durch die größere Entfernung zur Erde nur noch eine ringförmige Sonnenfinsternis übrig.

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