Merkurtransit

Aus dem Anlass, dass am elften November diesen Jahres ein Merkurtransit ist, wollt euch erklären, wie sowas zustande kommt.

Am 11.11.2019 ist der nächste Merkurtransit und man kann ihn mit dem bloßen Auge nicht sehen, denn der Merkur ist im Vergleich zur Sonne wirklich nur ein Pups. Man muss das Spektakel, sofern man es sehen möchte, mit einem Teleskop sehen. Tatsächlich bedeckt der Merkur nur 0,004 Prozent der Sonne bestenfalls. Ich kann nicht empfehlen in die Sonne zu schauen, weil solche Vergrößerungen die Netzhaut beschädigen, aber ihr könnt gerne mal für eine Sekunde versuchen, was für Temperaturen sich entwickeln, in dem stark gebündelten Licht vom Teleskop. Deshalb besorgt man sich am besten eine Sonnenfilter-Folie für das Teleskop, und wenn dabei eine Kamera.

Wie funktioniert ein Merkurtransit?
Ein Merkurtransit passiert, wenn der Merkur mit der Erde so in einer Linie stehe, dass man an der Erde tatsächlich ein dunkles Merkurscheibchen vor der Sonne.
Der Merkur muss zu diesem Augenblick in derselben Neigung wie die Erde sein, denn sonst stehen sie nicht genau in einer Linie. Er bedeckt die Sonne an dem Tag für mehrere Stunden und man kann einen gewöhnlichen Merkurtransit überall da sehen, wo die Sonne scheint.

Diese Konstellation heißt untere Konjunktion, aber wegen der Bahnneigung kann und wird es so sein, dass bei einer unteren Konjunktion der Merkur nur oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbeizieht.
Ein Merkurtransit kann in Abständen von 3 ½, 7, 9 ½, 10 oder 13 Jahren auftreten. So kommt es, dass im Mai 2016 der letzte Transit war und diesen November wieder einen gibt. Dieser Zyklus wiederholt sich alle 46 Jahre, denn in dieser Zeit hat der Merkur 191 Umläufe gehabt und der Versatz liegt bei nicht mal 1/3 Tag. Damit jetzt also ein Transit entsteht, muss die untere Konjunktion unmittelbar mit der Überschneidung der Erdbahn in den beiden Knoten der Merkurbahn. Wegen der geringen Verschiebung der Knoten, werden in 1’417 Jahre die Transite ein Monat später jeweils stattfinden: Juni und Dezember.

Die beiden Knoten der Merkurbahn sind auf 46° und 226° und am 10. November und am 7. Mai schneidet die Erdbahn die Merkurbahn. Wobei im November doppelt so viele Transite ausgemacht werden, als im Mai. Auch sind die Transite im Mai länger, weil der Knoten nahe des Aphel liegt.

Besondere Transite, wie zentrale Transite oder Streifende Transite sind Transite, bei denen der Merkur die Sonnenscheibe ziemlich genau trifft, oder nur streifend. Unser nächster Transit ist also am 11.11.2019, das ist ein Montag und er wird von halb zwei bis kurz nach 19 Uhr stattfinden.

Weblinks:
http://kurt-koerber-gymnasium.de/2016/05/09/merkurtransit-am-kkg/
https://de.wikipedia.org/wiki/Merkurtransit

Quellen:
https://eclipse.gsfc.nasa.gov/transit/transit.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Merkurtransit

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