Wann? Am 10.10.2019 um 03:25 (MESZ) Wer? Northrop Grumman Innovation Systems Was? Eine Lockheed Martin L-1011 „TriStar“ (Trägerflugzeug) trägt die Pegasus XL, was an einer Interkontinentalrakete erinnert, und davon ist die Nutzlast den ICON. Wie? Raketenstart erst in der Atmosphäre; Wird erst vom Flugzeug getragen. Wo? Start: Stargazer, CCAFS (Cape Canaveral), Florida, USA Ziel? ICON wird die Wechselwirkung zwischen dem irdischen Wetter und dem Sonnenwind + andere Strahlungen untersuchen und wie dieses Phänomen die Turbulenzen in der oberen Atmosphäre verursacht. Es wird erwartet, dass von den Daten die Auswirkungen der Turbulenzen auf verschiedene Technologien verstanden wird und dem entgegengewirkt wird. Bahnparameter: 575 km, i = 27°, 96 Minuten Masse? 23’130 kg (Pegasus XL), 17,6 m Länge, ICON: 272 kg (brutto), die eigentliche Instrumenten-Nutzlast: 130 kg Satellitenbus? LEOStar-2 von Orbital ATK Missionsdauer? 2 Jahre Leistung d. Solarzellen? 780 W
Die Pegasus XL kurz nach dem Abwerfen vom Flugzeug
Die Pegasus XL besteht aus drei Stufen, auf Festtreibstoff basierend und wird von drei Orion Festtreibstoffantrieben angetrieben, d.h. das ihr Antrieb nicht mehr abgeschaltet werden kann, wenn man sie aktiviert. Man kann noch eine zusätzliche Stufe mit Hydrazin verwenden.
Test der Solarzellen von ICON bei Vandenberg AFB, Bild vom 10.08.2019
Der ICON hat vier Instrumente an Bord:
MIGHTI: für eine hochauflösende Karte der Thermosphäre
IVM: misst die Geschwindigkeit der Ionen
EUV: macht Bilder im „extremen“ UV-Bereich
FUV: macht Bilder im fernen UV-Bereich
Das Video zeigt, wie die Pegasus XL vom Flugzeug losgelassen wird .
Sternkarte des Winterhimmels, Der Orion ist etwas tiefer als die Mitte.
Ich habe mir mal gedacht, um das Teleskopie-Thema wieder etwas aufzuleben, stelle ich jetzt Sternbilder vor, zeige euch interessante Nebel und führe euch allgemein den Teil des Weltraums näher.
Der Orion ist ein mittelgroßes Wintersternbild welches sichtlich den Nachthimmel im Winter dominiert. Der Orion stellt im weiteren Sinne eine Region in der Milchstraße dar, mit den Sternen vom Orion, teilweise Teile von anderen Sternbildern, diese Region ist ungefähr 300 bis 800 Lichtjahre weit weg, ihr ähnliches Verhalten lässt darauf schließen, dass die meisten Sterne auch etwa zur gleichen Zeit aus dem gleichen Material entstanden sind.
Durch die Präzession ist der Orion etwa in der nördlichsten Stellung, zur südlichsten Stellung in 13 Tausend Jahren, wird der Orion nicht mehr von Mitteleuropa aus zu sehen sein.
Um das Sternbild herum schlängelt sich Barnard’s Loop, eine große Region, in der die Staubdichte hoch ist und ein Nebel ist.
Weiter interessant ist M42, der Orionnebel, er liegt unterhalb der drei Sterne des Oriongürtels, erscheint bereits im bloßen Auge bei klaren Nächten und auch fernab Großstädten als diffuses „Wölkchen“, er sieht etwa aus wie eine Kerzenflamme und ist ein Sternentstehungsgebiet (H-II) mit einem Rekombinationsleuchten, junge Sterne die mit ihrer UV-Strahlung und dem Sternenwind wegblasen und ihn durch die Strahlung und Ionisation leuchten lassen. Später wies sich heraus, der der Orionnebel ein sehr heller Teil des Wolken/Nebelkomplex ist.
Weiterhin ist der Pferdekopfnebel, ein Dunkelnebel für Astrofotografen interessant, es sieht aus wie an Vorhang wo ein Kopf eines Pferdes heraus gestreckt wird. Er befindet sich unmittelbar südlich von Alnitak, gleich um die Ecke befindet sich der Flammennebel.
Der Beitrag der Serie “Eine Ecke Weiter” vom 26.09 wird aufgrund einer Kooperations-Arbeit nicht in den nächsten Tagen kommen, dass wird wohl noch etwas länger brauchen.
Kopernikus stellte sieben Thesen in seiner Abhandlung auf, von denen die meisten zu seiner Zeit als ketzerisch galten. Die Thesen konnte er nicht beweisen oder belegen, doch er nahm dies an, weil es einfacher zu erklären und zu berechnen war. Seine Thesen gingen um ein Weltbild, welches zuvor auch bei den Griechen vermutet war. Es geht um das heliozentrische Weltbild. Etwa ab dieser Zeit war der Wissensstand in Mitteleuropa fast wieder wie in der Antike, jedoch galten in der Kirche seine „Fantasien“ als Hirngespinst und wurden nicht besonders ernst genommen. Bald werden es aber viele andere auf ähnliche Weisen versuchen und das Vertrauen in die Kirche wurde geschwächt, der dreißigjährige Krieg ein Jahrhundert später wird die Macht der Kirche gewaltig reduziert.
Die
Himmelskreise oder -sphären haben kein gemeinsames Zentrum.
Ptolemäus
führte schon „Ausgleichskreise“ ein, um die Bewegungen der
Planeten genauer zu beschreiben. Im Ptolemäus seinen System kreisen
sie um verschiedene Zentren.
Der
Mittelpunkt der Erde ist nicht das Zentrum des Universums, sondern
nur das Zentrum der Schwerkraft und der Mondumlaufbahn.
Dieser revolutionäre Gedanke war wohl schwer zu ertragen für die
Kirche. Die These entspricht auch schon recht gut der Wirklichkeit.
Die Erde behielt eine weiterhin zentrale Rolle insofern, das sie die
Mondumlaufbahn bestimmt und scheinbar auch das Zentrum für die
Schwerkraft, er hatte kein Grund zur Annahme, dass es dies Kraft wo
anders auch gibt. Dazu kommen wir noch bei Kepler und Newton zurück.
Alle
Sphären drehen sich um die Sonne, so dass das Zentrum der Welt in
der Nähe der Sonne liegt.
Kopernikus bevorzugte dieses System, weil das geozentrische System
komplizierter zu berechnen ist. Auch war die Sonne offensichtlich
größer als die Erde und die anderen Planeten.
Die
Entfernung der Erde zur Sonne ist unbedeutend im Vergleich zur Höhe
der Sterne am Firmament.
Kopernikus wusste, dass die Sonne um einiges näher war, als die
Sterne, jedoch konnte man die Distanz tatsächlich erst einige
Dutzende Jahrzehnte später erst feststellen.
Die
scheinbaren Bewegungen am Firmament sind nicht seine eigenen, sondern
die der Erde. Die Erde dreht sich täglich um ihre Pole, während das
Firmament als höchster Himmel unbeweglich ist.
Das zeigt das Verständnis zur Bewegung des Firmaments, welches in
Wahrheit die Erde ist.
Die
scheinbare Bewegungen der Sonne ist nicht ihr eigene, sondern die
Bewegung der Erde und ihre äußeren Sphären. Die Erde kreist wie
jeder andere Planet um die Sonne.
Die Erde bewegt sich in drei Formen: Rotation, Revolution und
Präzession, die scheinbare Bewegung der Sonne besteht nach
Kopernikus aus zwei Bewegungen: Die Erdrotation und die
Erdrevolution.
Die
scheinbare retrograde und prograde Bewegung der Planeten ist nicht
ihre eigene Bewegung, sondern die der Erde. Die Erdbewegung allein
liefert ausreichende Erklärung für die Schleifenbahnen der
Planeten.
Kopernikus belegte das mit einer Zeichnung der Erdbahn und einer
anderen Planetenbahn dar und konnte damit leicht mit einem
heliozentrischen Weltbild eine Erklärung bieten.
Beim nächsten Mal gibt es ein Quickie außerhalb dieser ca.
10-Tage-Phase dieser Serie.
Aus dem Anlass, dass am elften November diesen Jahres ein Merkurtransit ist, wollt euch erklären, wie sowas zustande kommt.
Am 11.11.2019 ist der nächste Merkurtransit und man kann ihn mit
dem bloßen Auge nicht sehen, denn der Merkur ist im Vergleich zur
Sonne wirklich nur ein Pups. Man muss das Spektakel, sofern man es
sehen möchte, mit einem Teleskop sehen. Tatsächlich bedeckt der
Merkur nur 0,004 Prozent der Sonne bestenfalls. Ich kann nicht
empfehlen in die Sonne zu schauen, weil solche Vergrößerungen die
Netzhaut beschädigen, aber ihr könnt gerne mal für eine Sekunde
versuchen, was für Temperaturen sich entwickeln, in dem stark
gebündelten Licht vom Teleskop. Deshalb besorgt man sich am besten
eine Sonnenfilter-Folie für das Teleskop, und wenn dabei eine
Kamera.
Wie funktioniert ein Merkurtransit? Ein Merkurtransit passiert, wenn der Merkur mit der Erde so in einer Linie stehe, dass man an der Erde tatsächlich ein dunkles Merkurscheibchen vor der Sonne. Der Merkur muss zu diesem Augenblick in derselben Neigung wie die Erde sein, denn sonst stehen sie nicht genau in einer Linie. Er bedeckt die Sonne an dem Tag für mehrere Stunden und man kann einen gewöhnlichen Merkurtransit überall da sehen, wo die Sonne scheint.
Diese Konstellation heißt untere Konjunktion,
aber wegen der Bahnneigung kann und wird es so sein, dass bei einer
unteren Konjunktion der Merkur nur oberhalb oder unterhalb der Sonne
vorbeizieht. Ein Merkurtransit kann in Abständen von 3 ½, 7, 9
½, 10 oder 13 Jahren auftreten. So kommt es, dass im Mai 2016 der
letzte Transit war und diesen November wieder einen gibt. Dieser
Zyklus wiederholt sich alle 46 Jahre, denn in dieser Zeit hat der
Merkur 191 Umläufe gehabt und der Versatz liegt bei nicht mal 1/3
Tag. Damit jetzt also ein Transit entsteht, muss die untere
Konjunktion unmittelbar mit der Überschneidung der Erdbahn in den
beiden Knoten der Merkurbahn. Wegen der geringen Verschiebung der
Knoten, werden in 1’417 Jahre die Transite ein Monat später jeweils
stattfinden: Juni und Dezember.
Die beiden Knoten der Merkurbahn sind
auf 46° und 226° und am 10. November und am 7. Mai schneidet die
Erdbahn die Merkurbahn. Wobei im November doppelt so viele Transite
ausgemacht werden, als im Mai. Auch sind die Transite im Mai länger,
weil der Knoten nahe des Aphel liegt.
Besondere Transite, wie zentrale Transite oder Streifende Transite sind Transite, bei denen der Merkur die Sonnenscheibe ziemlich genau trifft, oder nur streifend. Unser nächster Transit ist also am 11.11.2019, das ist ein Montag und er wird von halb zwei bis kurz nach 19 Uhr stattfinden.
Hier möchte ich mit auch einen der großen Irrtümer aufdecken,
denn das Wasser wird nicht so vom Mond angezogen, so dass auf der
mondzugewandten Seite ein Flutberg entsteht und auf der
gegenüberliegenden Seite durch die Rotation ein anderer Flutberg.
Das ist aber nicht der Fall. Der Mond und die Rotation haben gar
keine starke Kraft auf das Wasser, außerdem müssten Strandbesucher
so auch womöglich sanft daher schweben. Auch erklärt es nicht,
warum die Flutberge fast gleich hoch sind. Dem Gedankengang zufolge
müsste der mondabgewandten Seite viel höher sein, als der zur
mondzugewandten Seite, weil auf der mondabgewandten Seiten die
Rotation mit der Mondanziehung zusammenarbeitet und auf der
mondzugewandten Seite gegeneinander arbeitet. Das erklärt außerdem
auch nicht, warum z.B. es in der Ostsee keine Gezeiten gibt. Außerdem
ist die Rotation gleichmäßig und die Verformung durch die Rotation
ist was anderes. Die Rotation ist nur dafür verantwortlich, wie
schnell Hoch- und Niedrigwasser kommt und geht.
Es ist eher so, dass der Mond zusammen mit der Erde ein Duo sind. Sie umkreisen sich gegenseitig, wobei der Schwerpunkt noch innerhalb der Erde liegt, weil die Erde dementsprechend mehr Masse aufweist. So kreist also die Erde in der Rotation um sich selbst in 23 Stunden und etwa 56 Minuten. Durch die Kreiselbewegung um den gemeinsamen Schwerpunkt von Erde und Mond (allgemein auch: Baryzentrum), das nennt man Revolution, wird die Erde also etwas mitgerissen. Das ist jetzt aber tatsächlich durch den Mond. Jetzt zieht der Mond mit durchschnittlich 0,00033813% von einem g (Fallbeschleunigung der Erde) g = GM / r² ; g = 6,66743*10^-11 * 7,349*10^22 kg / 384’403’800 m = 0,000033159759 m/s² ( Fallbeschleunigung der Erde liegt bei 9,80665 m/s²) an der Erde.
Gedankliche Pfeile weisen die Wirkrichtung der Mondanziehung auf.
Darstellung der Revolution.
Jetzt muss man sich Pfeile vorstellen, wie man zum Mond hingezogen wird, wenn man außer den Mond sonst alle Objekte außen vor lässt. Die Seite der Erde, die zum Mond liegt, da wird man in dem Fall stärker angezogen, als irgendwo anders auf der Erde. Jetzt ist es so, dass die Gravitation zum Quadrat mit dem Abstand abnimmt. Ohne die Rotation und nur mit der Revolution, also wie lange der Mond für einen Umlauf braucht, zeigen die Pfeile nach 29 ½ Tage wieder in die Ursprungsrichtung.
Jetzt wirken überall noch Zentripetalkräfte, die von der Revolution stammen, also vom Umlauf der Erde um den Baryzentrum von Erde und Mond. Diese hängen aber nicht mit der Zentripetalkräfte der Rotation zusammen.
Darstellung der Kreisbewegungen von der Revolution auf einem bestimmen Ort auf der Erde.
Zentrifugale Kräfte, oder Fliehkräfte der Revolution.
In der Abbildung rechts sind vier Punkte auf der Erdoberfläche vermerkt, welche im Laufe der Revolution einen Pfad hinterlassen haben. Durch die jetzt offensichtlichere Kreisbewegung können wir jetzt definitiv sagen, dass es da eine Zentripetalkraft durch die Kreisbewegung gibt. Auch wissen wir, da alle Kreise parallel und gleich groß sind und die Revolution überall gleich schnell ist. Sie sind also gleichmäßig, gleich groß und weisen in die selbe Richtung. Wenn wir die beiden wirkende Kräfte zusammenlegen (Bild in der Mitte) und den Vektor bestimmen (folgendes Bild). Die Kräfte die wir jetzt haben sind in Summe die Gezeitenkräfte. Auf der mondabgewandten Seite ist die Zentripetalkraft durch die Revolution dominierend, also tendiert die Gezeitenkraft in die Wirkrichtung der Zentripetalkraft. Auf der Mondzugewandten Seite dominiert die Mondanziehung, also ist hier die Wirkrichtung zum Mond hin.
Darstellung der verschiedenen Kräfte, die die Gezeiten bewirken.
Der grüne Pfeil zeigt die Wirkrichtung, wenn man die Kräfte zusammen nimmt.
Aber wie entstehen jetzt die Flutberge, Ebbe und Flut? Das ist jetzt ganz leicht. Durch die herrschenden Kräfte kann das Wasser nicht förmlich angezogen werden, aber da die Kraft da ist und Wasser eine nicht feste Form besitzt, kann die Gezeitenkräfte das Wasser leicht aus den Ozeanen und Meeren drücken und sich in Richtung der Kräfte sammeln. Deshalb gibt es in der Ostsee oder im Bodensee keine Gezeiten, weil hier nur sehr, sehr schlecht das Wasser aufdrücken oder abfließen kann. Dabei ist die Zentripetalkraft im Gegensatz zu der Mondanziehung nur 92% so stark.
Der Einfluss der Sonne ist für
unsere Gezeiten auch abhängig. Sie kann die Gezeiten durch ihre
Anziehung verstärken oder abschwächen. Die verstärkt sie, bei
Voll- oder Neumond da dort die Sonne und die Erde mit dem Mond in
einer Reihe stehen und sich die Kräfte summieren (Springtiden),
bei Halbmond schwächt die Sonne die Gezeiten ab, da die Sonne und
der Mond zur Erde im rechten Winkel stehen (Nipptiden).
An den Tagundnachtgleichen treffen sich auch annähernd die Sonne und
der Mond die Erdachse, so steigert sich dann der Effekt also etwa
jedes Halbe Jahr. Alle 4 ½ und 9 ¼ Jahre wird der Effekt ebenfalls
gesteigert, weil sich dann grob gesagt der Mondzyklus von vorne
anfängt und die Mondbahn sich durch die Bewegung der auf- und
absteigenden Knoten mit der Ekliptik kreuzt.
Gezeitenkräfte können aber auch dazu
führen, dass durch Gezeitenreibung, Energie der Rotation der Erde
abgezogen wird und der Größe der Mondumlaufbahn hinzugefügt wird.
So entfernt sich der Mond in unscheinbaren Spiralen von der
Erde. Aber auch wird Io von Gezeiten attackiert. Sie sind wegen
der Nähe zum Jupiter so stark, dass sie den Io um 100 m strecken,
bzw. stauchen. So erklärt man sich Ios vulkanische Aktivität, dass
durch diese immense Reibung Temperatur und Druck für Vulkane passen.
Deshalb ist der Io auch geologisch aktiv, den seine Oberfläche
erneuert sich dadurch, seine Oberfläche wird auf 10 Millionen Jahre
alt geschätzt.
Ende August entdeckte ein Krimer Amateurastronom einen Kometen “C/2019 Q4 Borisov”, der nach den darauffolgenden Messungen wohl ein Komet von außerhalb des Sonnensystem kam und mit einer höheren Geschwindigkeit als ‘Oumuamua das Sonnensystem betritt. Der Komet hat eine Exzentrizität von etwa 3, also hoch hyperbol. Er soll am Ende des Jahres im Perihelion außerhalb der Erdbahn sein. Der Perihelion ist der sonnennächste Punkt einer Umlaufbahn.
Im Thema Raumfahrt werden wir folgendes behandeln:
Die Geschichte der Raumfahrt, also wie und wann so technische
Errungenschaften gemacht worden waren, wann was passiert ist.
Die Grundlagen, mathematisch, der Raketentreibstoff, die Systeme
und Vorraussetzung.
Auch schreibe ich über Weltraumtourismus, den Weltraumlift, über
spezielle Raumfahrtprogramme bestimmter Nationen.
Wir gehen durch was in der Zukunft möglich sein wird, welche
Ziele die Raumfahrt anstrebt und dann werde ich auch einzelne
Personen vorstellen, einzelne Missionen oder Konzepte.
Gerne verknüpfe ich das mit dem Bereich der Zukunft über den es
keine Übersicht geben wird.
Ich hoffe ich konnte in etwa vermitteln, was auf euch zukommen
wird. Da dieser Beitrag wirklich fast keiner ist, gibt es dann auch
noch eine Fotoserie und beim nächsten Mal kommt – versprochen –
auch wieder mehr.
Im
Mitteleuropäischem Mittelalter war für die breite Bevölkerung die
Wissenschaft irrelevant. Sie waren nämlich oft nur Bauern oder
Handwerker. Das Wissen unter den Gelehrten ist weiter fortbestanden.
Doch konnten nur sehr aufwändig Bücher, von großen Stückzahlen
kaum zu sagen, geschrieben werden. Das änderte sich Im Verlauf des
15ten Jahrhunderts. Es bahnte sich langsam ein Umdenken an. Zuerst
verbreiteten sich Händler, welche auch Wissen erwerben. Sie wurden
so reich, dass selbst der Papst bei den Reichen Familien Schulden
hatte. In Italien ging dann die Revolution der Renaissance los. Sie
verwandelte das Mittelalter in die Neuzeit. Altes Wissen aus der
Antike wurde wiederbelebt und die Wissenschaft und der Stand der
Dinge wurde nun immer weiter und stärker nach oben getrieben.
Das
Werk „Almagest“ von Claudius Ptolemäus wurde im 9ten Jahrhundert
ins Arabische übersetzt, aber erst unter Frederiks II. v. Dänemark
gegen Ende des 16ten Jahrhundert ins lateinische übertragen.
Astronomie war beliebt, doch fast keiner beobachtete den Himmel
aktiv.
Gegen
Ende des ersten Jahrtausends nach Christus tauchten Chroniken, wie
die „Angelsächsische Chronik“ auf. Sie hatten fast alle ebenso
astronomische Ereignisse vermerkt, besonders akkurat die
vorbeiziehenden Kometen und Eklipsen. So die Auszüge aus der
Chronik:
540:
Die Sonne verdunkelte sich am 20. Juni und die Sterne leuchteten hell
ungefähr eine Stunde nach Sonnenaufgang 678: Im August erschien
ein Stern, den man auch als Komet bezeichnet, und er leuchtete eine
Jahreszeit lang jeden Morgen wie ein erster Sonnenstrahl
Und
im Jahr 1066 vermerkt die Chronik: In ganz England wurde ein Zeichen
gesehen, den noch kein Mensch gesehen habe, manche meinen, es sei der
Stern „Komet“, ein manche auch den langhaarigen Stern nennen. Er
erschien zuerst am Abend der Letania maior, am 24. April, und
schien 7 Nächte hell am Firmament.
Und
er war tatsächlich ein Komet. Edmund Halley sollte 6 Jahrhunderte
später seine Flugbahn berechnen. Der Halleysche Komet sollte demnach
alle 76 Jahre wiederkehren und immer nahe an der Erdbahn vorbei.
Am
4. Juli 1054 beobachten chinesische Astronomen das Erscheinen eines
neuen Sterns am Himmel. Er leuchtete so hell, dass er angeblich
mehrere Monate auffällig am Taghimmel (!) sichtbar war. 900 Jahre
wurde das Wesen solcher Ereignisse bekannt. Es waren Sternexplosionen
am Ende eines primären Sternenlebens.
Auch
erwähnenswert: Etwas später, im fortgeschrittenen Mittelalter,
beobachteten englische Mönche nach einem Bericht eines Erzbischofs
zufolge eine Explosion und somit eine beobachtbare Veränderung des
Anblicks vom Mond, was für die damalige Zeit für unmöglich
gehalten wurde, dass sich die Oberfläche des Mondes ändern würde.
Dazu schrieb der Chronist Gervase von Canterbury um ihre Entdeckung
dem Erzbischof mitzuteilen folgendes: „Wir sahen eine
schmale, helle Sichel kurz nach Neumond und wie üblich in dieser
Phase wiesen ihre Spitzen nach Osten. Plötzlich zerbrach die obere
Spitze in zwei Teile. Aus der Mitte kam eine brennende Fackel hervor,
die Feuer, heiße Kohlen, und Funken schlug“.
Neuere
Thesen zeigen, dass es wahrscheinlicher ist, dass ein Meteorit
zufällig vor dem Mond in der Erdatmosphäre verglüht ist. Denn ein
Einschlag auf dem Mond hätte eine extrem hohe Dichte an
Sternschnuppen gegeben, die von dem Einschlag aus dem Mond
geschleudert wurden und durch niedriger Geschwindigkeit die Erde als
Sternschnuppen getroffen hätte.
Die
Astronomie ist wegen Desinteresse zur Wissenschaft ohne göttlichen
Hintergründe im breiten Volke eingeschlafen und unter Mönchen gab
es meist besseres zu tun, außerdem waren sie meist nicht ausgebildet
genug oder hatten schlechte Möglichkeiten/Messinstrumente/Techniken.
Wirkliche Fortschritte, es waren auch meist nur kleinere Erfolge wurden gegen Spätmittelalter erst erzielt worauf wir beim nächsten Mal zu sprechen kommen.